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Visualisieren am Flipchart – so geht's!

Aktualisiert: vor 2 Tagen


Anna leitet einen Workshop zum Thema Visualisierung am Flipchart
Visualisieren am Flipchart kann man lernen – z.B. bei einem Training mit Anna. Foto: Gunnar Geller

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: die menschliche Wahrnehmung von Bildern lässt sich auch im Business-Kontext nutzen, z.B. mit Visualisierungen am Flipchart.


Inhalt:

Egal, ob im Team-Meeting oder im Gespräch mit dem Kunden: Wenn das Thema komplexer wird, hilft es, einfach mal den Stift in die Hand zu nehmen und eine Skizze zu machen. Das kann heißen, mal eben einen Prozess am Flipchart zu visualisieren, eine digitale Nutzeroberfläche zu entwerfen oder einen abstrakten Zusammenhang durch Kreise und Pfeile verständlich zu machen. Nicht umsonst heißt es: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte! Und auch bei Vorträgen vor größerem Publikum kann das Visualisieren am Flipchart eine willkommene Abwechslung zu den immer gleichen Power Point Präsentationen sein.


Vorteile von Visualisierungen am Flipchart


Egal, ob wir ein Training halten, einen Teamworkshop moderieren oder einen Kunden bei einer Strategieentwicklung begleiten: Statt vorgefertigter Folien entstehen unsere visuellen Inhalte immer live vor Ort. Das hat gleich mehrere Vorteile:


  • Die Aufmerksamkeit der Teilnehmenden im Workshop ist höher, wenn sie die Entstehung der Inhalte auf dem Papier mitverfolgen können.

  • Wir präsentieren keine vorab finalisierten Inhalte, sondern sind in der Lage, auch das, was im Workshop passiert, aufzugreifen und spontan ins Bild zu integrieren.

  • Wenn wir Inhalte am Flipchart visualisieren, können die entstandenen Poster im Raum verteilt werden und sind im Vergleich zu Präsentationsfolien das ganz Event über sichtbar.


Präsentation am Flipchart


Auch ein Vortrag vor großem Publikum kann durch Visualisierungen am Flipchart untermalt werden. Simon Sinek ist der wohl berühmteste Speaker, der das in seinen Vorträgen nutzt. Der „Circle of Why“ hat dabei seine Berühmtheit erlangt. Und hier kommt ein weiterer Vorteil der Nutzung von spontanen Skizzen am Flipchart zum Ausdruck:


  • Visualisierungen, die live entstehen, bleiben einfach besser im Kopf.


Sketchnotes – Visuelle Notizen


Wer sich mit Visualisieren am Flipchart befasst und die grundlegend Fähigkeiten erlernt, hat den Vorteil, dass die neue Fähigkeit auch in anderen Kontexten hilfreich ist. Die Kombination aus Text, verstehen mit kleinen Skizzen, ist nämlich nicht nur beim Präsentieren hilfreich. Auch eigene Notizen können dann zukünftig visueller und damit verständlicher und einprägsamer notiert werden. Bei visuellen Notizen sprechen wir auch von Sketchnotes. Im Namen steckt es ja schon, wir erstellen „notes“ (Notizen), die wir um kleine „Sketches“ (Skizzen) ergänzen.


So gelingt eine Visualisierung am Flipchart



Sabina visualisiert spontan am Flipchart
Moderne Visualisierungen am Flipchart dürfen bei Sabina in keinem Workshop fehlen.

Eine Aussage, die wir sehr oft hören, ist: „Ich kann das nicht, ich habe zwei linke Hände und kann überhaupt nicht zeichnen.“ Was im ersten Moment plausibel klingt, stellt sich auf den zweiten Blick als Irrtum heraus. Denn beim Visualisieren am Flipchart geht es nicht darum, aufwändige Kunstwerke zu schaffen. Sondern vor allem, die Skizzen einfach zu halten. Zum Glück, denn das heißt: Jeder kann das! In unserem Training „Visuelles Moderieren und Präsentieren“ erleben Teilnehmende das immer wieder.


9 Tipps für Flipchart-Visualisierungen


Hier teilen wir 9 Tipps mit euch, wie die spontanen Skizzen für eine Moderation oder Präsentation am Flipchart gelingen:


1. Das richtige Material fürs Visualisieren am Flipchart verwenden

Der richtige Stift ist die halbe Miete. Das bedeutet: Verwendet keine halbausgetrockneten Stifte, die seit 5 Jahren in der letzten Ecke des Workshopraums liegen. Wir empfehlen die Flipchart-Stifte von neuland.


2. Ansprechende Farben verwenden

Der Klassiker unter den Flipchartstiften ist die rot-blau-grün-Kombination. Flipcharts wirken damit allerdings oft so, als kämen sie gerade aus den 90er Jahren. Frischer und moderner wirken beispielsweise kräftige Gelb- und Orange-Töne oder ein helles Grün oder helles Blau.


3. Die Präsentation am Flipchart funktioniert durch Einfachheit

Wenn eine Skizze live entstehen soll, ist oft nicht die Zeit für Details. Das bedeutet, dass Texte, Symbole und Figuren möglichst einfach gehalten werden sollten. Beim Skizzieren gilt es, immer in Grundformen zu denken. Wie können meine Ideen in einfachen Kreisen, Rechtecken und Dreiecken dargestellt werden? Auch wenn Symbole ein wenig komplexer werden, können wir versuchen, sie aus diesen Grundformen zusammenzusetzen.

      

4. Das visuelle Vokabular


Visuelles Vokabular für Flipchart Visualisierungen
Eine kleine Liste an visuellem Vokabular kann sehr hilfreich sein, um gute Visualisierungen am Flipchart zu erstellen.

Niemand kann ohne Vorwissen aus dem Stand alle möglichen Symbole zu Papier bringen. Ähnlich wie beim Vokabellernen gilt: Nach einigen Wiederholungen geht es leichter. Darum ist es hilfreich, sich einige Symbole anzueignen. Nach mehrmaligem Üben gehen die Dinge schon sehr viel leichter von der Hand.


Genau das ist es auch, was wir in unseren Flipchart und Sketchnote-Trainings tun: Wir erarbeiten uns gemeinsam ein visuelles Vokabular, sodass die Teilnehmenden im Anschluss eine ganze Sammlung an Symbolen bereit haben, die sie beim Visualisieren am Flipchart einfach abrufen können.


5. Ganz einfache Figuren visualisieren


Einfache Möglichkeiten zur Visualisierung von Menschen
Visualisierungen am Flipchart gelingen gut mit besonders einfachen Figuren, wie Menschen aus Os und Us.

Ein klassisches Beispiel für einfache Symbole, die ihr schnell in euer visuelles Vokabular aufnehmen könnt, sind Figuren. Und damit sich keine Strichmännchen gemeint. Viel schöner ist es, eine Figur zu zeichnen, die aus einem O und einem umgedrehten U besteht. Sie sind so einfach, dass sie euch nicht nur gelingen, wenn ihr im stillen Kämmerlein übt, sondern auch dann, wenn ihr eine Präsentation am Flipchart haltet.


Das Schöne an den O-U-Figuren ist, dass sie auch in Teams auftreten können. Dazu zeichnest du einfach drei Us hintereinander weg und fügst drei Os als Köpfe hinzu. Eine schöne Weiterentwicklung der O-U-Figur gibt es auch, indem man ihnen durch 4 Striche ganz einfach Arme und Beine gibt. Dabei ist wichtig: Die Arme starten am obersten Punkt des Oberkörpers, also an den Schultern.


6.     Symbole miteinander kombinieren

Wer einzelne Symbole zeichnen kann, der kann diese auch miteinander kombinieren, wodurch eine Vielzahl an neuen Bildideen besteht. Eine Figur zusammen mit einem Computer ergeben ein:e Softwareentwickler:in. Ein Team aus Us und Os und eine Glühbirne kann für ein produktives Meeting stehen. Eine Sprechblase mit einem Blitz ergeben ein Konfliktgespräch.


7.     Deine Bildsprache darf um Text ergänzt werden


Visualisierung dreier Menschen mit verschiedenen Köpfen.
Die Figuren mit verschiedenen Köpfen können je nach Kontext etwas anderes bedeuten. Durch die Kombination mit Text wird es am Flipchart deutlich.

Das Schöne beim Einsatz von visuellen Elementen ist: Du verwendest sie in einem bestimmten Kontext. Das heißt, dass deine Visualisierung sich nicht selbst erklären muss. Stattdessen ist es eine Ergänzung zu dem, was du beispielsweise bei deiner Präsentation auf der Tonspur sagst. Oder es ist eine Ergänzung zu dem, was schon als Text am Flipchart steht. Das erleichtert die Aufgabe des Visualisierens ungemein.


In unserem Sketchnote-Workshop merken wir, dass vor allem Anfänger:innen sich oft den Druck machen, dass jedes Symbol selbsterklärend sein muss. Dabei geht es beim Visualisieren am Flipchart nicht darum, zukünftig nur noch ausschließlich in Skizzen zu kommunizieren. Sondern darum, das geschriebene und gesprochene Wort zu unterstreichen. Ein Beispiel dafür: Drei Figuren mit drei unterschiedlichen Köpfen können somit für unterschiedliche Kulturen stehen, für unterschiedliche Rollen im Projekt oder für Menschen mit unterschiedlichen Einstellungen zu einem Thema – je nach Kontext, in den du die Skizze einbettest.


8. Den Perfektionismus verabschieden

Hier kommt ein weiterer wichtiger Tipp, der so manchem schwer fällt: Es geht nicht darum, perfekt zu sein. Spontane Skizzen leben genau davon: Dass sie spontan sind. Und dass sie ihren Zweck erfüllen. Das heißt: Klarheit in ein komplexes Thema zu bringen. In der Spontanität besteht dabei der Charme, nicht darin, dass sie makellos sind. Sonst können wir statt einer Flipchart-Visualisierung auch eine Powerpoint-Präsentation liefern.


9. Üben, üben, üben

Ganz ohne Übung geht es am Ende nicht, ein bisschen Zeit muss jeder investieren. Doch wir versprechen: Es lohnt sich! Falls du trotz all der Flipchart Bücher nicht so richtig zum Üben kommst und dir ein Training zum Thema wünschst, frag uns gerne unverbindlich an.

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